Unser Partnertierheim in Jumilla

Das Tierheim
Das Tierheim

Vor sechs Jahren gründete die Vorsitzende des Tierheims in Jumilla einen Verein ("Cuatro Patas Jumilla"), mit dem Ziel, kein einziges Tier in Ihrem Heimatort sollte mehr in Tötungsstationen ums Leben kommen. In den ersten Jahren nahmen die Tierschützer die Hunde bei sich im privaten Umfeld auf. Damals waren es bereits um die 50 Hunde, die somit weiterleben durften. Es sollten jedoch nicht nur Tiere „eingesammelt“ werden. Ziel war es damals, wie auch heute, ein Umdenken zu fördern damit das Leid und Elend in solchem Ausmaße erst gar nicht entsteht. Mittlerweile haben es die 15 freiwilligen, ehrenamtlichen Helfer aus Jumilla geschafft, eine Vereinbarung mit der Stadt auszuhandeln. Sie haben sich verpflichtet sämtliche Fund- und Abgabehunde bei sich aufzunehmen.

Dies war ein Durchbruch!, denn bislang wurden alle „Straßenhunde“ in einer Tötung gesammelt und nach kurzer Zeit mit vergiftetem Fleisch ermordet. Diese langjährige Tradition wurde nun durch die Arbeit der Helfer durchbrochen. Es kostete viel Mühe, Muße, Zeit und Engagement bis dorthin zu gelangen. Jeder, der nur einmal mit Behörden zu tun hatte, weiß wie langwierig und anstrengend es sein kann Veränderungen hervorzurufen.

Die Stadt Jumilla stellte ein Tierheim zur Verfügung, welches Platz für 85 Hunde bietet. Derzeit ist es mit 120 Hunden komplett überfüllt. Auf der Warteliste stehen bereits weitere 60 Hunde! Jeder Zwinger bietet den Hunden einen Innen- und Außenbereich. Die Helfer teilen sich die Aufgaben dementsprechend ein, so dass alle(!) Hunde zweimal täglich in den Auslauf dürfen, während die Zwinger (ebenfalls zweimal täglich) gereinigt werden. Obwohl die meisten Helfer berufstätig sind, ist das Tierheim tagsüber jederzeit besetzt. Aus eigenen Kräften unterhalten die Tierschützer, hauptsächlich durch Spenden, seit nunmehr drei Jahren das komplett überlaufene Tierheim. Die Stadt Jumilla zahlt nur ungefähr ein Fünftel der Kosten, der Rest wird durch Spendenaktionen, wie Canicross, Spendengala, Flohmärkte, etc. eingenommen. Ein weiterer großer Durchbruch gelang dem Team, indem sie in ihrer Gemeinde die Chippflicht durchsetzten. Auch weiterhin verfolgen Sie den Weg der Aufklärung. Einmal jährlich veranstaltet das Tierheim einen Spaziergang an welchem Privathunde und Tierheimhunde teilnehmen, um auf die aktuelle Situation aufmerksam zu machen. Ja! es gibt sie – die Hunde, die niemand wollte. Hunde die in Mülltonnen gefunden, auf Straßen ausgesetzt oder zum Sterben in Brunnen geworfen wurden. Und diese Hunde ziehen einmal im Jahr durch den Ort!

Weitere Projekte wurden durchgeführt. Das Angsthundprojekt: Eine Schulung der Mitarbeiter im Umgang mit ängstlichen Hunden durch eine deutsche Hundetrainerin, um den ärmsten der Armen auch eine Chance auf Vermittlung zu geben. Laufende Kastrationsprojekte: Alle Hunde werden ausschließlich kastriert nach Deutschland vermittelt. Eine unbedingte Voraussetzung für aktiven Tierschutz! Weitere Projekte sind Aufklärung in Schulen und Kindergärten im Umgang mit Hunden und über deren Bedürfnisse. Behutsam umzugehen mit unseren Mitgeschöpfen. Hunde sollen nicht auf der Straße ausgesetzt oder erhängt werden wenn man sie nicht mehr benötigt. Die Helfer sind mittlerweile bekannt durch ihre Beiträge in Fernsehen und Radio. Sie setzten sich aktiv für die Zukunft der Hunde ein. Gemeinsam mit der Polizei (in Spanien fängt die Polizei die Hunde auf der Straße ein) haben sie es sich zur Aufgabe gemacht gegen unwürdige Tierhaltung vorzugehen. Seit nun sechs Jahren arbeiten sie ohne Rast um ihrem Ziel einen Schritt näher zu kommen. Nun brauchen sie unsere Hilfe. Nur wenn sie Hunde aus ihrem Tierheim weitervermitteln, können sie ihre Arbeit fortsetzen. Dieses Engagement ist es Wert unterstützt zu werden. So sieht professioneller Tierschutz aus. Sie haben in Spanien erreicht, was selbst in Deutschland fast unmöglich scheint. Sie haben es geschafft mit vereinten Kräften Mauern zum Einsturz zu bringen. Jumilla hat durch sie ein anderes Gesicht bekommen – zumindest für die Hunde! Ich denke keine andere Stadt in Spanien kann eine solch positive Veränderung –gerade in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten- vorweisen. Eine Gruppe von 15 Personen hat dies bewirkt. Es kann nur weiter gehen, wenn aufgenommene Hunde vermittelt werden – Helfen Sie die Zukunft der Hunde zu verändern damit die Hilfe vor Ort weiter gehen kann!